12. November 2021

Nachhaltigkeit: Bieren liefert CO2-neutrale Rohrsysteme

Für den Hochwasserschutz und mit Blick auf nachhaltigeres Bauen liefert Be-tonwerk Bieren im Zuge der ökologischen Verbesserung des Wattenscheider Bachs im Rahmen der Kanalbauarbeiten der Firma Baugesellschaft Zabel GmbH knapp 150 Tonnen CO2-neutrale Rohr- und Schachtsysteme aus Beton.
Knapp 150 Tonnen CO2-neutrale Rohre und Schächte kamen bei dem Projekt Bochum – Wattenscheider Bach BA 4.2, Teil 1-6 zum Einsatz. (Foto: Katharina Asara, Betonwerk Bieren)

Artikel: Katharina Asara, Betonwerk Bieren

Für den Hochwasserschutz und mit Blick auf nachhaltigeres Bauen liefert Betonwerk Bieren im Zuge der ökologischen Verbesserung des Wattenscheider Bachs im Rahmen der Kanalbauarbeiten der Firma Baugesellschaft Zabel GmbH knapp 150 Tonnen CO2-neutrale Rohr- und Schachtsysteme aus Beton.

Bis 2050 klimaneutral werden – das ist das ehrgeizige Ziel der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Auch im Bereich Kanalsanierung und Erneuerung stellt der anhaltende Klimawandel, insbesondere Kommunen, immer wieder vor neue Herausforderungen. Die spürbaren Folgen des Klimawandels wie Starkregen, Überschwemmungen und unvorhersehbare Wetterereignisse bringen das Abwassernetz an seine Grenzen. Um den Aktionsplan als Teil des ‚grünen Deals‘ einzuhalten, werden zukünftig auch die Kommunen ihrer Verantwortung gerecht werden müssen, indem sie unter anderem die Treibhausgasemissionen reduzieren, um eine gesunde, nachhaltige Stadtentwicklung voranzutreiben. Die Stadt Bochum gilt in diesem Zusammenhang bereits als Vorreiterstadt. Neben dem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur steht die Reduktion von CO2-Emissionen ganz oben auf der Agenda des Bochumer Klimaplans 2035 – mit der Zielvision einer klimaneutralen, erneuerbaren Schwammstadt.

Knapp 150 Tonnen CO2-neutrale Rohre und Schächte kamen bei dem Projekt Bochum – Wattenscheider Bach BA 4.2, Teil 1-6 zum Einsatz.

Das Regenrückhaltebecken hier an der Berliner Straße/Burgstraße in Bochum-Wattenscheid kann man nur noch erahnen. Die Stadt Bochum und die Baugesellschaft Zabel freuen sich bei der Zertifikat-Übergabe über 7 Tonnen CO2, die eingespart werden konnten. (v.l. n. re. Sven Echterhoff und Klaus Stradtner Fa. Zabel, Sonja Eisenmann Stadt Bochum, Katharina Asara und Kevin Keils von Betonwerk Bieren). (Foto: Philip Blavius, Betonwerk Bieren)

Den Anspruch, die eigenen Umwelt-leistungen kontinuierlich zu verbessern, das hat sich auch Betonwerk Bieren in seiner Roadmap als ehrgeiziges Ziel gesetzt. „Wir übernehmen Verantwortung für die gebaute Umwelt. Klimaschutz ist kein Trend, sondern bedeutet für uns die Gegenwart unseres Unternehmens und die der gesamten Infrastruktur zu sichern“, sagt Christoph Erdbrügger, geschäftsführender Gesellschafter der Betonwerk Bieren GmbH. „Wir als Hersteller stehen in der Verantwortung und engagieren uns dahingehend, dass unsere Produkte eine zukunftssichere und langfristig tragfähige Lösung bieten. Aber auch die Kommunen müssen aktiv werden. Ziel muss es sein, ein öffentliches Beschaffungswesen durchzusetzen, das Umwelt- und insbesondere Klimakriterien in die Auftragsvergabe einbezieht. Beispiele für Klimaschutz gibt es bereits viele, es kommt nun langfristig darauf an, sie zu verallgemeinern.“, so Erdbrügger weiter. „Wir sind in jedem Fall stolz darauf, dass wir unsere CO2-Emissionen in den letzten Jahren deutlich verbessert haben und damit eine führende Rolle für die unterirdische Infrastruktur einnehmen. Wir sind nun in der Lage, neben CO2-optimierten Produkten auch CO2-neutrale Rohr und Schachtsysteme anzubieten“, erklärt der Geschäftsführer.

Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit sind vereinbar

Den Anstoß für den lokalen Klimaschutz in Bochum machte die Baugesellschaft Zabel GmbH während der Kanalbauarbeiten an der Berliner Straße im Rahmen des Abwasserbeseitungskonzepts der Stadt Bochum. „Wir haben von der Möglichkeit gehört, dass das Betonwerk Bieren auf Wunsch alle Produkte auch klimaneutral liefern kann“, erinnert sich Klaus Stradtner, Geschäftsbereichsleiter Tiefbau der Baugesellschaft Zabel. „Für den Bau eines unterirdischen Abwasserkanals entlang des Wattenscheider Bachs mit Ergänzung eines Regen-Rückhaltebeckens war der Einsatz von verschiedenen Rohr- und Schachtsystemen aus Beton gefragt. Bei einem gesamt Lieferaufkommen von über 150 Tonnen Betonbauteilen fällt eine solche CO2-Einsparung schon ganz schön ins Gewicht“, unterstreicht der Geschäftsbereichsleiter. „Betonwerk Bieren war dem Wettbewerb somit nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch gegenüber im Vorteil. Bei der Qualität und der Verarbeitung der gelieferten klimaneutralen Produkte konnten bei der Bauausführung keinerlei Unterschiede zu den herkömmlichen festgestellt werden. Auch wenn Klimaschutz im deutschen Vergaberecht – anders als bei manch anderen Ländern – noch keine Rolle spielt, ist es, vor allem wenn man den vergleichsweise niedrigen finanzielle Aufwand für die Restkompensation betrachtet, ein guter Anfang Deutschland auch im Baubereich auf dem Weg zu mehr Klimaschutz zu unterstützen“, so Stradtner.

Das Regenrückhaltebecken hier an der Berliner Straße/Burgstraße in Bochum-Wattenscheid kann man nur noch erahnen. Die Stadt Bochum und die Baugesellschaft Zabel freuen sich bei der Zertifikat-Übergabe über 7 Tonnen CO2, die eingespart werden konnten. (v.l. n. re. Sven Echterhoff und Klaus Stradtner Fa. Zabel, Sonja Eisenmann Stadt Bochum, Katharina Asara und Kevin Keils von Betonwerk Bieren).

Betonwerk Bieren hat Anfang des Jahres seine Umweltindikatoren auf den Prüfstand gestellt. Die prozessbedingten CO2-Emissionen der gelieferten Systeme konnten daher mit Unterstützung eines zertifizierten Umweltprojektes vollständig kompensiert werden. In Summe handelte es sich bei dem Bauabschnitt um den Wattenscheider Bach in Bochum um knapp 7 Tonnen CO2, die der Hersteller aufgrund seiner Nachweisführung über eine Umwelt-Produkt-Deklaration (EPD) genau ermittelt hat. „Wir haben uns dazu entschlossen, die CO2-Emissionen unserer Produkte durch eine offizielle Erklärung der Umweltleistung offenzulegen. Diese Deklaration wurde erstellt, geprüft und letztlich durch das Bundesministerium des Inneren für Bau und Heimat veröffentlicht“, fasst Kevin Keils, Leiter Qualitätssicherung und Betontechnik von Betonwerk Bieren zusammen. „Unsere jahrelangen Anstrengungen im Hinblick auf die nachhaltige Gestaltung unserer Branche hat sich schon jetzt ausgezahlt. In Summe konnten wir unseren CO2-Ausstoß seit 2010 um 65% reduzieren“, so der Betontechnologe weiter.

Der Klimawandel verlangt nach transparenten Lösungen im Kanalnetzbereich

Sonja Eisenmann, Leiterin der Stabstelle Klima und Nachhaltigkeit der Stadt Bochum lobt die Prüfbarkeit und Transparenz der CO2-neutralen Lösung für Bochum. (Bild: Stadt BochumSonja Eisenmann, Leiterin der Stabstelle Klima und Nachhaltigkeit der Stadt Bochum lobt die Prüfbarkeit und Transparenz der CO2-neutralen Lösung für Bochum.

Sonja Eisenmann, Leiterin der Stabstelle Klima und Nachhaltigkeit der Stadt Bochum lobt die Prüfbarkeit und Transparenz der CO2-neutralen Lösung für Bochum.

In Bochum werden bereits diverse Anstrengungen unternommen, die Klimaanpassung in der Stadtplanung stärker zu verankern und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. „Klimaschutz und Klima Resilienz gehen Hand in Hand. Das bedeutet, dass wir sowohl Maßnahmen ergreifen müssen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, aber auch um die Stadt klimaresilienter zu gestalten. Es geht darum, die blau-grüne Infrastruktur zu stärken,“ sagt Sonja Eisenmann, Leiterin Stabstelle Klima und Nachhaltigkeit. „Ich freue mich besonders über die Synergieeffekte, dass wir mit dem Regenrückhaltebecken mit Blick auf den Hochwasserschutz einen wichtigen Beitrag leisten und zusätzlich im Rahmen dieses Bauabschnitts klimaneutrale und zukunftsfähige Systeme verbaut werden konnten. Klimapolitische Aktionen der Kommunen zählen besonders auf das Engagement von Bund und Ländern, aber auch auf die Unterstützung weiterer Akteure, wie die Wirtschaft. Es ist schön, wenn Hersteller in der Bereitstellung nachhaltiger Produkte so zielstrebig sind und Lösungen für den Kanalnetzbereich liefern, die auch noch für alle Entscheider so transparent sind. Um langfristig Wandelprozesse in Gang zu bringen, bedarf es Weitsicht. Dieses Pilotprojekt war ein guter Anfang dafür“, so Sonja Eisenmann von der Stadt Bochum.

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